«inside» Nr. 3 / Dezember 2020

Siedlungen / Sanierung Siedlung 7 Weisshau

Rundum im Plus: komfortabler, grösser, ästhetischer

Die Übergabe der Weisshau- Wohnungen im März und April 2020 an ihre künftigen Bewohner ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Genossenschaft.

Zeitlich fallen die Schlüsselübergaben zusammen mit der durch den Bundesrat ausgerufenen ausserordentlichen Lage, was das Übergabeprozedere etwas überschattet. Die allermeisten Bewohner sind dennoch hoch erfreut: Die Siedlung mit Baujahr 1978 präsentiert sich nach der Totalsanierung mit einem gewinnenden, frischen Erscheinungsbild. Von der ehemals senffarbenen, grobkörnigen Fassade, typisch für Bauten aus den 70er-Jahren, ist nichts mehr zu erkennen. Kupferne Regenfallrohre verleihen dem langgezogenen Gebäude von 100 Metern einen mediterranen Touch und sein heller Streichputz samt den neuen Fassaden-
elementen und Farben verströmt Eleganz und Leichtigkeit.

Umfangreiche Bauarbeiten
Die Baubewilligung wurde Ende Juni 2017 erteilt. Im selben Jahr fand die Ausschreibung für den GU-Werkvertrag statt, den die Gross Generalunternehmung AG, Brugg, für sich entschied. Eine minutiöse und intensive Planungsphase folgte. Wegen der Eingriffstiefe mussten die Arbeiten in unbewohntem Zustand durchgeführt werden. Dank Engagement und guter Zusammenarbeit konnte für alle Bewohner rechtzeitig eine Anschlusslösung gefunden werden. Im April 2019 starteten die Sanierungsarbeiten. Die Gebäudehülle wurde gesamthaft saniert. Um im Treppenhaus vier Personenlifte einbauen zu können, wurden Treppenkerne samt Wänden zu den Wohnungen und teilweise Geschossdecken abgebrochen und neu erstellt. In den Wohnungen wurden Fussbodenheizungen verlegt. Wärme wird direkt über das bestehende Fernwärmenetz bezogen.

Rund 30 Prozent mehr Wohnungen

Vor der Sanierung umfasste das Gebäude 42 Kleinwohnungen. Eine Aufstockung um zwei Geschosse in Holzelementbauweise ermöglichte die Realisierung von zusätzlichen 22 Wohnungen auf insgesamt 64 Einheiten. Die Mehrzahl der Wohnungen orientiert sich nach Süden. Attraktive offene Küchen, gut belichtete Räume und ein ansprechender Aussenraum bereichern das Wohnangebot und bieten Singles, Paaren und Kleinfamilien ein zeitgemässes Zuhause. Die Mietzinse bleiben attraktiv. So kostet im Durchschnitt eine Anderthalbzimmerwohnung inklusive Nebenkosten rund CHF 850, eine Zweieinhalbzimmerwohnung rund CHF 1100 und eine Dreieinhalbzimmerwohnung CHF 1550 – hier drücken die Attika-wohnungen die Durchschnittspreise etwas in die Höhe.

Im 1. Untergeschoss gibt es eine grosse Waschlounge, die auch als Treffpunkt dient und mit ihrer Kochnische als Siedlungsraum genutzt werden kann.

Begrüssungsapéro

Am 22. September 2020 werden die Siedlungsbewohner zu einem Begrüssungsapéro ins nahe gelegene Hotel Courtyard Marriott Zurich North eingeladen. Zahlreiche Gäste folgen der Einladung und lassen sich ihr Interesse und ihre gute Laune nicht durch die Maskenpflicht nehmen. Am Anlass nehmen Miguel Schaidl, Hauswart, sowie Mitglieder von Vorstand und Geschäftsstelle teil. In der Begrüssungsrunde stellt Präsident Christoph Trautweiler den Gästen sich, seine Vorstandskollegen, das Personal und die GBRZ vor. Timur Ocak, Leiter Bau, präsentiert die Bauentwicklung in Bildern. Miriam Romano, Leiterin Bewirtschaftung, stellt ihre Abteilung samt Teammitgliedern vor. Den Prozess bei Reparaturen, das Vorgehen in Notfällen (ausserhalb der Geschäftszeiten ist die GBRZ via einer Pikett-Tel.-Nr. erreichbar) erläutert Hauswart Miguel Schaidl. Er appelliert an die Gäste, gemeinschaftlich genutzte Räume wie Treppenhaus, Abstellplätze und den Waschraum sauber und ordentlich zu halten. Nil Der – sie stiess im August zur GBRZ – erläutert, was die Essenz der Gnossi-Kultur ist (Teilnahme an Gnossi-Anlässen, Engagement für gute Nachbarschaft, Verfolgung gemeinschaftlicher Interessen – nicht Einzelinteressen), und ruft Interessierte dazu auf, sich für eine SiKo-Mitgliedschaft zu melden.

Bei mundenden Tropfen und Köstlichkeiten entspinnen sich im Anschluss in lockerer Atmosphäre Gespräche mit den Nachbarn und Gastgebern. Rasch finden sich gemeinsame Anknüpfungspunkte und Interessen. Der gelungene Anlass hallt in den Herzen nach. Er lässt hoffen, dass aus diesen Nachbarn schon bald eine eingeschworene, harmonische Gemeinschaft werden wird und da und dort der Grundstein für eine künftige Freundschaft gelegt ist.

Erfreulich ist, dass die Geschäftsstelle kurz nach dem Anlass von Maria Hoegger und Marina Marinova kontaktiert wird – die beiden Frauen interessieren sich für eine SiKo-Mitgliedschaft. Auch unter diesem Aspekt ist der Weisshau voll im Plus – ein Gewinn für alle auf der ganzen Linie!