«inside» Nr. 2 / Dezember 2025

100-Jahr-Jubiläum / Spielbus

Spiel, Spass und ganz viel Gemeinschaft: Ein bewegter Jubiläumssommer

Der Spielbus machte im Jubiläumsjahr Halt in mehreren unserer Siedlungen und brachte Bewegung, Fantasie und nachbarschaftliches Miteinander gleich mit. Wo der Bus anrollte, wurde gespielt, gelacht und ausprobiert.

Organisiert wurden die Spielbus-Nachmittage von den jeweiligen Siedlungskommissionen (SiKos), in enger Zusammenarbeit mit Basil Mühlethaler, Geschäftsführer der PAZ. Ein Glücksfall: Als langjähriger Röntgenhof-Bewohner brachte Basil von der ersten Minute der Planung bis zum letzten Abbau spürbar viel Herzblut und Engagement ein. Einige Siedlungen kombinierten den Spielbus-Besuch sogar mit einem eigenen Fest und machten den Anlass zu einem lebendigen Siedlungsereignis, das weit über den Nachmittag hinauswirkte. Und dort, wo keine SiKo besteht oder der Anlass wetterbedingt nicht vor Ort stattfinden konnte, kamen die Kinder im Quartierzentrum Schütze zusammen – auch dieser Spielbus-Plausch war hervorragend besucht und wurde ein voller Erfolg.

Ein herzliches Dankeschön gilt Basil, unseren SiKos und ihren Helfern sowie allen Kindern, Eltern und Bewohnern, die mit ihrer Begeisterung und Mitwirkung zu diesen wunderbaren Begegnungen beigetragen haben.

Wie haben die Kinder und Eltern auf den Spielbus reagiert?
Die Rückmeldungen zu unserem Angebot waren insgesamt sehr positiv. Besonders die Kinder haben uns von Anfang an mit viel Freude, Offenheit und Neugier begrüsst. Uns war wichtig, die jeweilige SiKo in die Planung der Spielangebote einzubeziehen, damit wir Wünsche, Interessen und Bedürfnisse möglichst gut berücksichtigen konnten. Das hat sehr gut funktioniert. Natürlich war es nicht immer möglich, alle Ideen umzusetzen – vor allem aufgrund von räumlichen oder organisatorischen Gegebenheiten. Trotzdem haben die SiKos stets viel Flexibilität und Verständnis gezeigt, was die Zusammenarbeit sehr angenehm gemacht hat. Bei den Eltern gab es zu Beginn teilweise etwas Zurückhaltung. Sobald sie jedoch gesehen haben, wie begeistert ihre Kinder teilnahmen, löste sich diese anfängliche Distanz sehr schnell.

Basil Mühlethaler

Hat sich deine Identifikation mit der GBRZ verändert?
Ja, definitiv! Ich war positiv überrascht, wie gross und vielfältig unsere Genossenschaft ist – und das, obwohl wir nicht einmal alle Siedlungen besucht haben. Durch die Tour habe ich ein viel konkreteres Bild der Gemeinschaft, der Strukturen und der Menschen bekommen, die hinter der GBRZ stehen.

Was hat dich an der Spielbus-Tour durch unsere Siedlungen besonders überrascht oder berührt?
Besonders berührt hat mich, wie offen die Bewohner waren – nicht nur innerhalb der jeweiligen Siedlung, sondern auch gegenüber Nachbarskindern aus umliegenden Genossenschaften. Es war schön zu sehen, dass Gemeinschaft hier nicht an Grenzen endet. Überrascht hat mich auch die Vielfalt: Jede Siedlung hatte ihre eigene Atmosphäre, Kultur und Dynamik. Diese Unterschiede waren spürbar – gerade in der Art, wie Feste organisiert und gelebt wurden. Jede Station hatte ihren eigenen Charakter und «Rhythmus» – das fand ich sehr inspirierend.

Gibt es eine Szene oder Geschichte, die dir besonders in Erinnerung bleibt?
Ja, eine Szene werde ich so schnell nicht vergessen: Nachdem wir den Bus ausgeladen und alle Spielmaterialien aufgebaut hatten, kamen mehrere Kinder angerannt – voller Erwartung. Doch statt sich für die Spiele zu interessieren, wollten sie unbedingt wissen, wo denn der Spielbus sei. Als ich ihnen dann unseren eher unspektakulären Transporter zeigte und erklärte, dass wir ihn nur zum Materialtransport verwenden, waren sie perplex. In ihrer Vorstellung war der Spielbus ein riesiges Fahrzeug, in das man hineinklettern kann – mit Rutschbahnen, Spielsachen im Innern und vielleicht sogar einem Dach zum Heruntersliden. Am Ende haben sie sich natürlich trotzdem für die Aktivitäten begeistert – aber dieser Moment hat mir gezeigt, wie mächtig Fantasie ist und wie unterschiedlich Erwartungen und Realität manchmal sein können.