«inside» Nr. 3 / Dezember 2020

Siedlungen / Geschichten

Der schönste Balkon der Schweiz schmückt die Röntgenhof

Diesen Sommer führte das Newsportal von Bluewin bei seiner Leserschaft eine Umfrage durch. Die Wettbewerbsteilnehmer konnten Bilder ihrer Wohlfühloase zum Voting einreichen.

Die Leserschaft kürt den Stolz von Nina zum schönsten Balkon der Schweiz. Ihr lauschiges Bijou oberhalb des Röntgenhofplatzes verbreitet mit seinem gepflegten Blütenmeer, seinen heiter flatternden Wimpeln, der bunten Lichterkette, den klappbaren blauen Stühlen samt filigranem Tischchen viel Charme und Gemütlichkeit.

Für Behaglichkeit sorgen die mit sicherem Farbgespür gewählten Utensilien wie Teppich, Kissen und Giesskanne.

Es ist ein verträumt einladender Ort zum Sein! Vom kleinen Balkon geht der Blick in die grünen Baumkronen in der Nähe. Was will das Herz mehr als die unverkennbare Liaison all dieser Schönheiten?

In Ninas Zuhause der Kindheit gab es immer schon ein Aussenparadies voller Blumen und Pflanzen. Später wohnte sie während Jahren ohne Balkon. Die Wohnung an der Fabrikstrasse erfüllte mit dem Balkon einen Traum. Nina stellte fest, dass sich ihr Aussenzimmer nach Osten öffnet.

Nina füllte ihren kleinen Aussenraum mit Farben, Blüten und Lichtern.

Sie machte sich mit Youtube-Videos schlau, las verschiedene Beiträge – ihre grössten Tipp-Trouvaillen fand sie auf der Website des Magazins «Schweizer Garten». Ihr Balkon ist für Nina sinnbildliche Lebensfreude. Dort zu sitzen und das Quartier auf sich wirken zu lassen, sei herrlich! Der Röntgenhofplatz sei ein sehr belebter Platz. Ganz unterschiedliche Menschen begegneten sich dort, verschiedene soziale Schichten, alle Generationen. Sie sei so gerne hier bei der Röntgenhof zu Hause. Sie schätze die gelebte Nachbarschaft, den sozialen Gedanken. Sie fühle sich hier sehr gut aufgehoben und in der Genossenschaft verankert.

Das Giesskannenprinzip ist falsch

Was das Geheimnis des Blütenmeers ist? «Die Düngung ist es nicht», sagt Nina lachend. Es sei die Aufmerksamkeit, die sie den Pflanzen widmet. Sie sieht interessiert und feinfühlig hin, beobachtet, welcher Pflanze es gut geht, welche mehr oder weniger Wasser benötigt. Sie geht ihren Feststellungen nach, adaptiert entsprechend und prüft dann, wie die Reaktion darauf ausfällt. Schliesslich ist es wie mit den Menschen – jeden liebt man anders.