Ersatzneubau
Siedlung Rümlang
Bauetappe 2
AKTUELLER BAUSTAND
Das Bauen in zwei Etappen erfolgt aus sozialer Verantwortung: Die GBRZ ermöglichte so vielen Bewohnenden wie möglich den Verbleib am bisherigen Siedlungsstandort. Zwar liess sich ein Wegzug nicht in allen Fällen vermeiden, doch wurde für sämtliche Mieterinnen und Mieter eine Anschlusslösung gefunden werden. Rückkehrwillige hatten die Möglichkeit, in die Siedlung zurückzukehren. Die 74 neuen Wohnungen der ersten Bauetappe wurden im Juli 2025 bezogen. Mehr als die Hälfte davon wurde an bisherige und frühere Siedlungsbewohnende vermietet.
Unmittelbar nach der Entmietung beginnen die Schadstoffsanierung in den Gebäuden sowie die Rodungsarbeiten auf dem Baufeld, sodass die Abbrucharbeiten planmässig im September 2025 beginnen können. Die Bauzeit der Etappe 2 wird voraussichtlich 2 Jahre betragen.
BISHERIGER BAUVERLAUF
Die Wohnungen der ersten Bauetappe wurden zum 1. Juli 2025 bezogen. Bereits vor deren Fertigstellung begann die Baukommission mit der Ausführungs- und Submissionsplanung für Etappe 2. Schrittweise erfolgten Auftragsvergaben, um eine kosteneffiziente und nahtlose Weiterführung des Bauprojekts sicherzustellen.
Parallel dazu realisierte das Bewirtschaftungsteam erfolgreich die Vermietung und den Bezug der neuen Wohnungen und sorgte dafür, dass die Häuser Obermattenstr. 1, 3, 5, Tempelhofstr. 1, 3, 5 und Friedackerstr. 16 fristgerecht geräumt wurden. An deren Stelle entstehen im Rahmen von Etappe 2 zwei neue Wohngebäude (Tempelhofstr. 7 und 9) mit insgesamt 65 Wohnungen. Diese werden werden analog zur ersten Etappe gebaut – hinsichtlich Materialisierung, Farbgebung, Konstruktion der Fassadengestaltung und Ausbaustandard. Die Wohnungsgrundrisse werden aufgrund der veränderten Gebäudegeometrie leicht angepasst.
BAUPROJEKT
Die Rümlanger Siedlung zwischen der Glattal-, der Tempelhof- und Friedackerstrasse wird in zwei Etappen erneuert. Eine sorgfältige Prüfung ergab, dass eine gesamtheitliche Erneuerung als Arealüberbauung deutlich sinnvoller, nachhaltiger und wertbeständiger ist als eine grosszyklische Sanierung. Die Erneuerung bietet ein vergrössertes Wohnangebot, das energetisch, architektonisch und bezüglich des Wohnkomforts den heutigen Standards entspricht. Die Realisierung in zwei Etappen erfolgt aus Gründen der Sozialverträglichkeit. Fertigstellung der zweiten Bauetappe ist für Frühling 2027 vorgesehen.
Die GBRZ führte einen Studienauftrag durch unter Beteiligung einer ausgewiesenen Fachjury und der Gemeinde Rümlang. Der Beitrag der Büros von Ballmoos Partner Architekten AG und Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt gewann einstimmig den Studienauftrag.
Beschrieb der Siedlung
Die bisherigen Gebäude mit 103 Wohnungen werden durch fünf neue Baukörper mit insgesamt 139 Wohnungen ersetzt. Projektiert ist eine aus fünf Gebäuden bestehende Randbebauung. Dank einfacher Gebäudestruktur und einer hohen Flächeneffizienz wird preisgünstiges Wohnen erzielt. Die Positionierung der Baukörper an den Rändern des Grundstücks spielt einen grosszügigen, zusammenhängenden und geschützten Aussenraum mit hoher Aufenthaltsqualität frei. Der parkartige Hof mit dem gemeinschaftlichen Pavillonbau in der Mitte wird zum Herzstück der Siedlung. Der Hof ist von motorisiertem Verkehr befreit. Einzig die Besucherparkplätze liegen oberirdisch.
Architektur
Die fünfgeschossigen Wohngebäude wirken mit ihren einzelnen Vor- und Rücksprünge volumetrisch zurückhaltend. Alle fünf Gebäude werden über den Hof erschlossen. 10 bis 15 Wohnungen teilen sich jeweils ein Treppenhaus mit direkter Verbindung zur Tiefgarage. Insgesamt steigt die Anzahl der Wohnungen um rund 35 Prozent auf 139 Einheiten an.
Konstruktion und Energiekonzept
Ein massives Einsteinmauerwerk übernimmt die Trag- wie auch die Wärmedämmfunktion. Es bildet einen hochwertigen Untergrund für eine grobkörnige Putzfassade und bietet dank seiner Speicherfähigkeit ein angenehmes Wohnklima. Die Energieversorgung erfolgt ohne fossile Energieträger über Erdsonden und Wärmepumpen. Photovoltaikelemente auf den Dächern erzeugen Strom und die Primäranforderungen des Minergie-Standards werden eingehalten. Einige Parkplätze werden mit E-Mobility-Ladestationen ausgerüstet.
Genossenschaftlich bauen und wohnen
Der genossenschaftliche Gedanke durchwirkt das gesamte Bauprojekt. Der Wohnungsmix vermag auf unterschiedliche Bedürfnisse einzugehen, was eine soziale Durchmischung fördert. Der Hof dient mit seinen Aufenthalts-, Spiel- und Begegnungsflächen allen Bewohnern als gemeinsamer Garten, der Pavillon in seiner Mitte ist für gesellige Siedlungszusammenkünfte und private Anlässe vorgesehen.
Baufortschritte
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Impressionen vor dem Rückbau OKT. 2025
Impressionen vor dem Rückbau OKT. 2025